Donnerstag, 11. Dezember 2014

Vorstellung

Hier ein Link zu einem Artikel auf der Website meiner Organisation. In ihm werden Matthias und ich willkommen geheißen.

http://arcosnetwork.org/index.php/en/latest-news/299-arcos-welcomes-volunteers-from-germany.html

Freitag, 5. Dezember 2014

Briefe ans Christ(ina)kind

Wer Interesse hat mir analoge Nachrichten zu übermitteln kann das von nun an tun und ich freue mich immer über den neusten Klatsch und Tratsch, Liebesbriefe, Gemälde, Mitleidsbekundungen, etc.

Postboten und Briefkästen gibt es hier nicht wirklich, da es teilweise keine Straßennamen und Hausnummern gibt. Für den Postverkehr werden deshalb Postboxen verwendet und ich darf die Postbox der Arbeit mitbenutzen. Ich hoffe keiner von euch kommt auf die Idee horrende Summen für ein Päckchen zu zahlen aber über Briefe freue ich mich! Die Adresse ist:

ARCOS Network
Christina Lebert
P.O. Box 1735 Kigali
Rwanda

Donnerstag, 27. November 2014

Erste Eindrücke Kigali


Der Flieger der uns von Addis Ababa (Zwischenstop in Äthipien) nach Kigali gebracht hat. Während des Flugs konnte ich einen Teil des Victoriasees, Nilzuflüsse und die Hügel Ruandas sehen.

Der Kimironko-Markt. Er ist nur ca. 100 Meter vom Büro entfernt und man kann dort alles kaufen. Unmengen an frischen Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Souvenirs, Kleidung, Stoffe, die man Schneiderinnen aushändigt und ein Kleidungsstück in Auftrag gibt, Schuhe, Spielzeug, Küchenzubehör... .
Ich freue mich schon mir immer nach der Arbeit frisches Obst zu kaufen, die Mangos, Bananen, Ananas, etc. sind super lecker!


Im Einkaufszentrum gibt es einen Supermarkt, in dem ich all meine "europäischen Bedürfnisse" stillen kann, inclusive Weihnachtskitsch.


Kreppel! Im Supermarkt findet man auch eine deutsche Bäckerei.


Am Abend sind wir was trinken gegangen, man findet viele Bars an den Straßenrändern. Zuletzt waren wir in einer Bar auf einem Dach, die uns einen schönen Blick über die ganze Stadt beschert hat. 


Das ist das Haus der beiden anderen Freiwilligen wo wir momentan noch untergebracht sind. Matthias in der linken Wohnung und ich in der mittleren. 
 
Der Hinterhof der Unterkunft der beiden anderen Freiwilligen. Die Toilette  ist in dem Verschlag mit dem offenen Fenster ohne Scheibe (bisher hat noch keiner reingeguckt während ich drin war). Um in den Hinterhof zu kommen muss man ums Haus rumlaufen und besonders nach Einbruch der Dunkelheit hoffen, dass der Straßenhund nicht um einen rumspringt.
 

Das ist das stille Örtchen unserer Zwischenunterkunft und links daneben das Duschbecken. Natürlich auch der obligatorische Wasserkanister, da die Wasserversorgung des öfteren ausfällt. Matthias und ich haben schon beschlossen dass wir unsere Toilette dann besser putzen wollen und ich hoffe auch das unser "Bad" ein bisschen besser ist als dieses hier. Falls nicht ist es auch kein Weltuntergang, man arrangiert sich schon.
Dass es kein warmes Wasser gibt könnt ihr euch wahrscheinlich schon denken aber draußen ists warm und dann ist das halb so wild.



Kigali Memorial Center, die Gedänkstätte des Genozids. Dominique hat uns zu diesem ergreifenden Ort begleitet.



Erst wussten wir gar nicht was da grade los ist, doch bald hat sich herausgestellt, dass ein Fahrrad rennen stattfindet. Die ganze Nachbarschaft ist gekommen und es wurde ordentlich bejubelt.


Football for Hope Center der Fifa. Unser Betreuer Dominique arbeitet dort und hat uns die Anlage auf dem Schulgelände gezeigt.


An dem Tag wurden zukünftige Sportlehrer geprüft und mussten mit Kindern aus der Nachbarschaft Spiele veranstalten. Zuerst wurden wir gar nicht beachtet aber plötzlich kamen diese 80 Kinder auf uns zugerannt und es gab viele Umarmungen und viel Händeschütteln. Es war wie im Fernsehen, die Kinder sind offen und das ganze war total witzig.


Dieses Viertel ist ziemlich wohlhabend. Der Zustand der Straße lässt es zwar nicht vermuten aber hinter den Toren sind richtig noble Häuschen.

Baustelle, die Straße wird geteert. Die Wiese, die ihr unten im Tal seht ist ein Golfplatz. 


Am Sonntag habe ich mir dann mal etwas gegönnt. Das Ankommen und die vielen Eindrücke der ersten Tage waren recht anstrengend, weshalb ich mir einen Besuch am Hotelpool erlaubt habe.

Samstag, 22. November 2014

Ankunft

Hallo ihr Lieben!
Zuerst möchte ich mich nochmal bei allen bedanken die sich von mir verabschiedet haben und mir so viele liebe Worte und kleine Geschenke mit auf den Weg gegeben haben! Ich habe mich sehr gefreut und es ist toll zu wissen, dass ihr hinter mir steht!


Ich bin sehr gut angekommen, der Flug war angenehm. Am Flughafen in Kigali hat uns schwüles Wetter erwartet. Die Temperatur ist nicht sehr hoch (gefühlt 24°) aber durch die hohe Luftfeuchtigkeit kommt man doch recht schnell ins schwitzen.


Ich habe einen guten ersten Eindruck von Kigali, alles ist sehr sauber und für afrikanische Verhältnisse sehr organisiert. Das Essen ist außerdem auch sehr lecker :)

Abgeholt haben uns Dominique, unser Ansprechpartner in Ruanda, und zwei Freiwillige, die schon seit August hier sind. Bei diesen beiden Jungs werden wir die ersten Tage wohnen bis Matthias und ich unsere eigene Wohnung anmieten. 
Nach einer eigenen Wohnung werden wir uns mit Dominique erst nächsten Samstag umschauen, da es am Montag schon wieder auf Reisen geht. Mit unsren Arbeitskollegen werden wir nach Burundi fahren, das ist das Land südlich von Ruanda. Unser Büro hält dort einen Workshop an dem kleinere Umweltorganisationen aus Burundi teilnehmen. Es geht um Environmental Impact Asessment. Das bedeutet, dass bevor ein Bau- oder Industrieprojekt gestartet wird die Umweltverträglichkeit des Projekts sicher gestellt ist. Also z.B. ob durch eine neue Mine Schwermetalle die Umwelt belasten könnten.
Die neuen Kollegen konnte ich am Freitag kennen lernen. Wir wurden sehr herzlich willkommen gehießen und jeder freut sich, dass wir in Zukunft voneinander lernen können.

Soviel erst einmal zu Beginn, leider ist das Internet hier sehr launisch und es hat nur gereicht ein Bild von unsrem ersten Treffen hochzuladen. Ich hoffe das wird besser wenn wir uns demnächst Internetsticks für unsre Laptops besorgen.
Das Telefonieren nach Deutschland ist leider auch nicht so günstig wie ich mir erhofft habe (von manchen afrikanischen Ländern aus telefoniert man sehr billig nach Deutschland). Wenn ich erstmal besseres Internet habe tut dann Skype hoffentlich seinen Zweck.
Bis demnächst!

Das erste Treffen bei unserer Organisation ARCOS. Von rechts nach links: Beatrice, ich, Matthias, Sam (der Chef), Murinda, Philbert, Michelle und ganz links in grün unser Ansprechpartner und Betreuer Dominique.


Dienstag, 18. November 2014

Ebola I

































 Quelle: http://www.theguardian.com/world/2014/nov/07/ebola-map-africa-not-affected-twitter 

Endspurt

Liebe Familie und Freunde!

Vielen Dank an alle Spender! Es hat mich riesig gefreut so viele positive Rückmeldungen und Spenden für meinen Aufenthalt in Ruanda zu bekommen. Etwa ein Dreiviertel des Spendenkontingents ist durch einmalige Spenden und zukünftige Daueraufträge schon erfüllt, dafür bedanke ich mich herzlich. Es haben mich viele nette Worte erreicht und auch jede Spende ist eine Zustimmung und Ermutigung.


Diesen Mitwoch, am 19.11.,  geht es endlich los! Abends um halb 10 wird unser Flieger abheben und langsam kommt auch die Aufregung. Das Kofferpacken gestaltet sich noch recht chaotisch und es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Ich bin froh wenn der Trubel dieser Vorbereitungszeit vorrüber ist und ich endlich ankomme.

Die letzten Wochen waren vollgepackt mit Vorbereitungen und Besorgungen. Aus meiner Karlsruher WG bin ich ausgezogen und lebe gerade wieder in Kleinwallstadt. Im Oktober gab es ein einwöchiges Vorbereitungsseminar in Glücksburg, dort haben wir viel besprochen, weitere Infos bekommen und Partner aus Afrika und ehemalige Freiwillige kennengelernt. Zu meiner November-Ausreisegruppe gehören 23 junge Menschen, die für ein Jahr bzw. 10 Monate nach Malawi, Uganda, Tansania, Äthiopien und Ruanda gehen.
Nach Ruanda fliegen nur ich und Matthias, ein Geograf aus Roth bei Nürnberg. Er arbeitet auch bei ARCOS und wir werden zusammen wohnen.
Da die Wohnung neu angemietet wird, werden wir zunächst Möbel beschaffen. Dabei wird uns unser ruandischer Ansprechpartner Dominique behilflich sein. In den ersten Nächten werde ich dann wahrscheinlich bei Freiwilligen unserer Organisation übernachten, die schon seit August in Kigali sind.
Dominique wird uns am Wochenende auch eine Einführung in das Leben, die Kultur und die Sprache von Ruanda geben. Danach werden wir an einem wöchentlichen Sprachkurs teilnehmen, in dem wir Kinyarwanda lernen. Das ist die Hauptsprache Ruandas, daneben wird auch Französisch und Englisch gesprochen.
Nächsten Montag wird dann unser erster offizieller Arbeitstag in der Organisation sein, als Wilkommensgeschenk gibt es einen Kalender mit deutschen Landschafts- und Städtebildern.


Ich hoffe ich kann bald nach meiner Ankunft etwas von mir hören lassen, das sollte aber kein Problem sein, da das Internet in Afrika und vor allem in einer fortschrittlichen Stadt wie Kigali sehr gut ausgebaut ist.

Bis dann!

Sonntag, 19. Oktober 2014

Erste Informationen



Liebe Familie und Freunde,

wie es einige von euch bereits erfahren haben, werde ich ab Mitte November an einem Freiwilligendienst in Ruanda teilnehmen. Diesen Sommer habe ich mein Bachelorstudium abgeschlossen und mich dazu entschlossen, die theoretische Welt der Universität vorerst zu verlassen. Ich möchte mich im Ausland engagieren, um persönliche und fachliche Erfahrungen zu sammeln. Mit diesem Brief werde ich euch über meine dortigen Tätigkeiten informieren und euch zeigen, wie ihr an meinen Erlebnissen teilhaben könnt.



     Das Programm


Ab Mitte November werde ich für zehn Monate in Ruanda im Rahmen des weltwärts‑Programms tätig sein. Dies ist der entwicklungspolitische Freiwilligen- dienst des Bundes-ministeriums für Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Seit 2008 haben bereits 20.000 junge Erwachsene aus Deutschland an dem Programm teilgenommen und konnten so an den Entwicklungsprojekten, die auf der ganzen Welt verteilt sind, mitarbeiten. weltwärts beschreibt sich selbst als Lerndienst, durch den der Nord-Süd-Austausch und das interkulturelle Lernen gefördert werden.Dieses Programm legt die pädagogischen und finanziellen Rahmenbedingungen für den Auslandsaufenthalt fest. Vorgeschrieben sind z.B. mehrere Seminare, bei denen die Teilnehmer von der Entsendeorganisation auf die Reise vorbereitet werden, globale Zusammenhänge gelehrt werden und Erlebnisse reflektiert werden. 75 % der Kosten, die durch den Freiwilligendienst entstehen, werden vom Bundesministerium getragen. 



Die Organisation


Während durch das Programm des Bundesministeriums die Rahmenbedingungen für den Austausch geschaffen werden, erfolgt die Vergabe der Einsatzstellen über deutsche Entsendeorganisationen, welche entwicklungspolitisch tätig sind. Ich habe mich bei der sympathischen und authentischen Organisation artefact beworben, deren Sitz in Glücksburg im Norden von Deutschland ist. Mit dem Motto „Globales Lernen und lokales Handeln“ engagiert sie sich für nachhaltige Entwicklung und erneuerbare Energien. Dies geschieht zum Beispiel in Form von Seminaren, einem Energie‑Erlebnispark oder einem Urlaub in dem schönen Gästehaus an der Ostsee. solivol ist eine weitere Sparte der Organisation zur Vermittlung und Durchführung von weltwärts-Freiwilligendiensten. Meine dortigen Ansprechpartner organisieren unter anderem den Flug, Seminare, die Wohnungen vor Ort und stehen mir mit Rat und Tat zur Seite.



Die Partnerorganisation und meine Aufgaben


Die Partnerorganisation, bei der ich im Ausland arbeiten werde, wird von artefact durch die Vermittlung von Freiwilligen unterstützt. Sie nennt sich ARCOS, was eine Abkürzung für Albertine Rift Conservation Society (≈ Gesellschaft für Naturschutz im Albertine Rift) ist.
Wie der Name schon sagt, ist die Organisation hauptsächlich im Albertine Rift, welches ein Teil des
Ostafrikanischen Grabens ist, und bei den Großen Afrikanischen Seen tätig. Dort setzt sich ARCOS für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Rohstoffe, Erhaltung der Artenvielfalt und den Naturschutz ein. Wenn die Wissenschaftler nicht gerade auf einer Expedition sind, arbeiten sie in einem der Büros in Ostafrika. Ein anderer Freiwilliger und ich werden uns in dem Büro in Kigali, der Hauptstadt von Ruanda, engagieren. Dort warten verschiedene Aufgaben auf mich: Erstellung von Lehrmaterial zum Umweltschutz, Dokumentieren der Auswirkungen des Klimawandels, Erhebung und Auswertung von Daten zum Landschaftsschutz, Erstellung von digitalen Karten. Besonders bei letzterem kann ich Kenntnisse, die ich im Studium erworben habe, anwenden.



     Das Land


Ruanda ist ein kleines Land in Ostafrika, das etwas kleiner als Belgien ist. In Ruanda leben 11 Millionen Menschen, in der Hauptstadt Kigali 1 Million. Somit ist Ruanda das am dichtesten bevölkerte Land Afrikas. Vielen ist das Land durch den Völkermord im Jahr 1994 bekannt, damals wurden fast 1 Million Menschen, die der Tutsi-Minderheit angehören, von den Hutus umgebracht. Der Konflikt zwischen den Bevölkerungsgruppen ist heute nicht mehr existent und das Land hat viele Fortschritte gemacht. Dennoch handelt es sich um ein hoch verschuldetes Entwicklungsland, in dem über die Hälfte der Einwohner in extremer Armut leben. Ruanda liegt etwa 200 km unterhalb des Äquators und ist durcheine hügelige Landschaft geprägt („Land der tausend Hügel“). Im Westen des Landes gibt es eine kleine Savanne. Die Temperaturen liegen bei einem Jahresdurchschnitt von 20 °C und es gibt zwei Regenzeiten. Der einstige Regenwald ist größtenteils abgeholzt, um die gewonnene Fläche für die Landwirtschaft zu nutzen. Dies führt zu einer starken Bodenerosion und schadet der Tierwelt und dem großem Artenreichtum extrem.




       Deine Spende


Ein Teil des weltwärts-Programms ist es, Spenden zu sammeln, mit denen sich die Freiwilligen an der Finanzierung ihres Projekts beteiligen. 75 % der Kosten, die durch den Flug, die Unterbringung, die Versicherungen usw. entstehen, werden vom Bundesministerium übernommen. Der restliche Betrag wird von der Organisation und den Freiwilligen getragen. Da artefact eine gemeinnützige Non-Profit-Organisation ist, ist sie auf die Unterstützung der Freiwilligen angewiesen. Deshalb ist es vorgesehen, dass ich mein Projekt durch Spenden mit einen Betrag von insgesamt 1850 Euro mitfinanziere.

Ich würde mich deshalb sehr über eine Spende von dir freuen. Diese kann entweder einmalig innerhalb der nächsten Wochen erfolgen oder in einem Lastschriftauftrag mit einer monatlichen Summe. Die Überweisung ist an die artefact GmbH zu tätigen, die Kontonummer lautet 164486185 bei der Nord-Ostsee-Sparkasse mit der Bankleitzahl 21750000 und der BIC DE13217500000164486185. Als Verwendungszweck muss meine Kennung eingefügt werden, sie lautet Arcos1 und stellt sicher, dass die Spenden meinem Projekt angerechnet werden. Für die Spende gibt es auch eine Spendenbescheinigung, mit der du den Betrag von der Steuer absetzen kannst. Dafür musst du nach der Kennung deine vollständige Adresse im Verwendungszweck angeben und die Bescheinigung wird dir von artefact zugeschickt werden.

Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du meinen Aufenthalt mit einer Spende unterstützt! Als Teil meines sogenannten Förderkreises wirst du natürlich an meinen Erfahrungen teilhaben. Neben der ein oder anderen Postkarte werde ich einen Blog schreiben. Dies ist ein Internettagebuch, in dem ich Fotos und kleine Berichte veröffentlichen werde. Die Internetadresse für den Blog ist: www.christinaruanda.blogspot.de

Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne bei mir melden (lebertchristina@gmail.com).

Vielen lieben Dank und bis bald, deine Christina